Ein Kind in der Mitte, schlafend, still. Drumherum ein Chor, der sich einschwört auf das bevorstehende Ritual: Das Kind müsse geopfert werden, die Vernunft über das Mitgefühl siegen, die Gemeinschaft durch die Opferung gerettet werden. Dann wacht das Kind auf. Es spricht, fragt, klagt an: Welchen Wert hat eine Gesellschaft, die meint, den brutalen Ausschluss anderer für ihr Fortbestehen zu benötigen? Woher kommt der Drang, das Zusammenleben ordnen zu wollen wie eine Kleingartenanlage? Aus einer archaischen Grundsituation heraus lässt Arad Dabiri auf den Status quo humanistischer Prinzipien in der Welt blicken. Assoziationsreich führt der Text durch Mythen wie den Garten Eden, um aufzuzeigen, dass die Menschen in der Erschaffung eines irdischen Paradieses nur erfolgreich sein werden, wenn sie diesen friedlichen Ort für alle denken, grenzenlos. LEBENLIFEHAYAT!
Das Stück wurde im Rahmen des „Future Narratives for Planet Earth“ Open Call am Hessischen Landestheater Marburg ausgewählt. „Future Narratives for Planet Earth“ ist ein mehrjähriges EU-Projekt mit diversen Partnerorganisationen in Europa.
Für alle Menschen ab 15 Jahren, die neugierig sind auf Zukunftserzählungen und Visionen für die Welt.
LEBENLIFEHAYAT! / UA von Arad Dabiri
Regie: Carola Unser-Leichtweiß
Premiere:
Samstag, 25.04.2026
Ort:
Hessisches Landestheater Marburg
Regie: Carola Unser-Leichtweiß, Bühne & Kostüme: Stefani Klie, Choreografie: Sophia Guttenhöfer, Dramaturgie: Ia Tanskanen, Regieassistenz: Nathalie Glasow
Es spielen:
Faris Saleh, Greta Plenkers, Saskia Boden-Dilling, Flamur Blakaj, Lisa Grosche, Bibiana Malay, Georg Santner, Christian Simon
Weitere Informationen: https://www.hltm.de/de/produktion/lebenlifehayat
Presse:
Wie Regisseurin Unser-Leichtweiß dieses Langgedicht auf die Studiobühne am Schwanhof transportiert, wie sie daraus einen Theatertext gewinnt, ohne Poesie, Rhythmus und Eleganz zu opfern, das ist staunenswert. (...) Unser-Leichtweiß widersteht der bei solchen Texten oft naheliegenden Versuchung, den Mangel an Action durch ein inszenatorisches Spektakel ausgleichen zu wollen. Sie vertraut dem Wort – und ihrer Choreographin Sophia Guttenhöfer, die die sechsköpfige Gruppe der „Kinder von Welt“ immerzu in Bewegung hält, ohne dass das willkürlich oder bloß hibbelig wirken würde.
Theater der Zeit, von Joachim Tornau
"Mit Standing Ovations feiert das Hesssiche Landestheater die Premiere von LebenLifeHayat. (...)Der lyrisch elegante, rhythmisierte Aufruhr zur Erschaffung einer neuen Welt propagiert die Erde als Grenzenloses Paradies für Alle."
Sabine Jeckel, Oberhessische Presse
JEDERMANN. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes.
Regie: Carola Unser-Leichtweiß
Hugo von Hofmannsthals JEDERMANN basiert auf der Tradition der mittelalterlichen Mysterienspiele und ist vor allem bekannt durch die alljährlichen Aufführungen in Salzburg vor der historischen Kulisse des Domplatzes. Die Geschichte ist nahezu universell, doch das Interesse ist ungebrochen. Und jetzt heißt es auch in Marburg: ‚Jetzt habet allesamt Achtung Leut und hört was wir vorstellen heut!'!
Gemeinsam mit Verantwortlichen der Elisabethkirche und Kooperationspartner*innen der Stadtgesellschaft feiern wir diesen Stoff als Möglichkeit, die Liebe ins existenzielle Zentrum zu rücken, zu suchen, was im Leben wirklich wertvoll ist.
Für mehr Miteinander und für alle Menschen ab 14 Jahren, die sich auf einen Klassiker fürs Hier und Jetzt mit guter Musik freuen.
Firmaneiplatz Marburg
Premiere:
Donnerstag, 12.06.2025
Regie: Carola Unser-Leichtweiß, Bühne: Stefani Klie, Kostüme: Jörn Fröhlich, Cansu İncesu Peterson, Choreografie & Körperarbeit: Sophia Guttenhöfer, Musikalische Leitung: Christian Keul, Dramaturgie: Christin Ihle, Regieassistenz: Nathalie Glasow, Irma Jöckel, Henriette Seier
Statisterie: Diana Bauziene, Bjarne Becker, Lucy Betz-Dreyer, Petra Bremer, Hannah Brenzinger, Frida Dilling, Nathalie Glasow, Jakob Gödecke, Ilsa Herzmann, Christiane Inacker, Josefine Kayser, Martin Künstler, Sigrid Leinweber, Rabea Matt, Milo Oetinger, Hannah Preis, Minna Ritzerfeld, Diana Salomka, Elisabeth Szillat
Es spielen: AdeleEmil Behrenbeck, Flamur Blakaj, Sven Brormann, Anke Hoffmann, Bibiana Malay, Aliona Marchenko, Tobias Neumann, Zoubeida Ben Salah, Faris Saleh, Georg Santner, Christian Simon, Ulrike Walther, Mia Wiederstein, David Zico, Cedric Ziouech
CRUISING TIMES: VON STREIFZÜGEN DURCH BEGEHREN, BARS UND BARRIKADEN
Ein choreografischer Abend zu und mit Bewegung(en) von Sophia Guttenhöfer und Nin* Schulz
Sowie: AdeleEmil Behrenbeck
Saskia Boden-Dilling
Magdalena Hanetseder
Tobias Neumann
Faris Saleh
Wann ist Liebe Liebe? Wo? Wie? Warum? Für wen und für wie viele? Was hat Liebe mit Widerstand zu tun? An welchen Orten, in welchen Zeiten, in welchem Aufbegehren findet Liebe ihren Ausdruck? Ist Liebe widerständig oder Widerstand liebend? Rolle rückwärts in Romantisierung? Stabilität für Staatsgebilde? Und wann ist Liebe grundlegende Gesellschaftskritik? Ausdruck des Aufstands? Kollektiv statt Kommerz? Entfaltung statt Einschränkung? Unwiderstehliche Utopie?
In Text- und Soundcollagen und Choreografien des Alltags und seiner Ausnahmezustände, des Aufbegehrens und seiner Ausschweifungen, der Kritik und seiner Kompliz*innenschaften nähert sich das Stück diesen Fragen und nimmt das Publikum mit auf eine bewegte Zeitreise durch Orte, Akte und Ausdrücke der widerständigen Liebe und des liebenden Widerstands.
Für alle Menschen ab 14 Jahren, die Liebe als ausschweifendes Aufbegehren begreifen, pulsierenden Protest und poetische Praxis. Für alle, die lieben wagen wollen, um sich in Verletzlichkeiten zu verbünden.
Konzept & Text: Sophia Guttenhöfer, nin* schulz
Regie & Choreografie: Sophia Guttenhöfer
Bühne: Jörn Fröhlich
Kostüme: Cansu İncesu Peterson
Sound: Wibke Tiarks
Dramaturgie: Ia Tanskanen
Theaterpädagogik: Olga Lerani
Regieassistenz & Inspizienz: Nathalie Glasow
Premiere: Samstag, 26.04.2025
https://www.hltm.de/de/produktion/cruising-times-von-streifzuegen-durch-begehren-bars-und-barrikaden
PRESSESTIMMEN
„Ich habe also wirklich selten so viel Spielfreude auf der Bühne erlebt, Spielende, die mich so mitgenommen haben und eben so viel Freude, Spaß und auch Leichtigkeit vermittelt haben."
„ [Mitgennomen habe ich] wirklich viel Freude im Herzen durch diesen Tanz, die Kostüme, das befreiende Spiel [...]. Immer wieder konnte ich als Zuschauerin mitlachen, wenn die Schauspielenden sich so geneckt haben oder einfach witzig waren."
(Vera John, hr2-Frühkritik)
„Zum Ende der Vorführung holte das Publikum die Darstellenden immer wieder durch anhaltenden Applaus auf die Bühne zurück. Die Zuschauer können mit vielen neuen Eindrücken nach Hause gehen [...]."
„Im Laufe des Abends wurden die Themen Liebe und Widerstand in Bezug auf die Herausforderungen queerer Menschen, aber auch die positiven Seiten ihres Lebens durch Choreografien, poetische Texte und direkte Ansprachen an das Publikum lebendig und emotional dargestellt.“
DER LEBKUCHENMANN
ein Familienstück von Carola Unser-Leichtweiß
Ab November wagt das HLTM gemeinsam mit dem Publikum einen Blick ins magische Küchenregal und lernt dort die verschiedenen Charaktere kennen, die sonst eher starr zu stehen scheinen. Zwischen riesigem Nudelholz und Zuckerdose stehen die Gewürze nicht still, es wird geklettert, gesungen und die Spieluhr verzaubert mit Live-Cello-Musik. Mit Salz, Pfeffer, Kuckuck, Teebeutel und Lebkuchenmann begeben wir uns auf eine abenteuerliche Reise, die zeigt, dass alle im Küchenregal freudig miteinander leben können, dass es gut ist, Dinge zu reparieren und Neuanfänge zu wagen. Auf gute Nachbarschaft!
Für alle Menschen ab 6 Jahren, die Überraschungen und Verfolgungsjagden im Theater mögen und lieber gemeinsam als allein helfen wollen.
Ort: Erwin-Piscator-Haus
Premiere: Sonntag, 17.11.2024
Regie: Carola Unser-Leichtweiß, Bühne & Kostüme: Stefani Klie, Choreografie: Sophia Guttenhöfer, Dramaturgie: Christin Ihle, Regieassistenz: Phin Mindner, Musikalische Leitung: Christian Keul, Musikalische Arrangements: Katharina Hoffmann
Es spielen: AdeleEmil Behrenbeck, Flamur Blakaj, Anka Hirsch, Anke Hoffmann, Fanny Holzer, Faris Saleh, David Zico
https://www.hltm.de/de/produktion/familienstueck-der-lebkuchenmann
Das Jammermobil
auf dem MS Dockville
Du bist mit einem dicken Kopf aufgewacht, Deine Lieblingsband hat abgesagt, Dein Date hat dich versetzt, und auch diese durchfeierte Nacht kann dich nicht von den Krisen dieser Welt ablenken…
Was auch immer dich Jammern lässt, Bauchladen Monopol lädt zum gemeinsamen Jammern ein. Denn BAUCHLADEN MONOPOL macht Jammern wieder salonfähig. Nicht ein beiläufiges, zerstörerisches, anklagendes Jammern – sondern ein persönliches, erleichterndes und stärkendes Jammern.
Dafür öffnet BAUCHLADEN MONOPOL die Türen des JAMMERMOBILS und lädt zu persönlichen Jammer-Sessions ein. Der Anlass Deiner Klage wird in einer ritualhaften Zeremonie ermittelt. Zwei clowneske Figuren stellen sich Dir als Jammerlappen zur Verfügung, finden in ihrem breiten Repertoire den passenden stimmlichen Ausdruck und jammern für Dich oder mit Dir gemeinsam.
Vor dem Jammermobil sind alle eingeladen, Kommentare, Fragen, Fotos, Videos oder Tonspuren mit Jammervollem zu hinterlassen. Als fahrendes Zeitdokument zeichnet das Jammermobil Geschichte(n) in der Gegenwart auf: von dieser Zeit für andere Zeiten.
KOMMT - ÄCHZT, RAUNT, JAMMERT: aus vollem Herzen!
16.-18.08.2024
Auf dem Campingplatz zwischen 10-15 Uhr
Recherche zum Weinen
Artist in Residenz im Cinema Mele / Pizzo
cinema mele verlassen und neu belebt. bewohnt und bepflanzt von pepe und seinen hunden mit riesiger terasse direkt überm meer. dieses alte kino. der blick in den saal, riesig und leer. die stühle verräumt, die leinwand verschlissen, der projektorraum verfallen. im rücken das meer, der wellenschlag klingt leise durch geöffnete fenster. 30 jahre ist es her, dass der rote samtvorhang zur seite fuhr und dann ein film lief hier, im alten kino, cinema mele. ein ort der geschichten. der schichten. der projektionen. ein ort der wünsche. des verlustes. des verfalls. ein ort der tausend kleinen dinge. gefunden, gerettet, gehäuft. ein ort des kommens und gehens. des werdens und verwehens. des bleibens und des hoffens.
ein paradiesischer ort
oder doch nicht?
in frage gestellt
von lärmenden baggern
von kackenden hunden
von tätlichen angriffen
von unaufhaltsamem verfall.
wie lang kann er widerständig sein?
wie lang seine widersprüche leben?
cinema mele
ein ort für melancholie und tränen. auf der terasse hoch überm meer bei sonnenuntergang. dieser ort.
dieses kino. prädestiniert für den beginn einer neuen forschung von bauchladen monopol:
über das weinen und seine tränen.
Und das berührt werden.
In Zusammenarbeit mit Anne S. Elzemann entstanden Schwarz-Weiß Photographien als ein Ergebnis der Recherche zum Weinen, zu den Tränen, der Nähe und dem Berührt werden.
Performance: Bauchladen Monopol
Photographie: Anne S. Elzemann
Ort: Pizzo/Italien
Move It
von Sophia Guttenhöfer
MOVE! BEWEGUNG! MOMENT! Was bewegt dich? Was bringt dich in Bewegung und was bringst du in Bewegung?
MOMENT! MOVE! BEWEGUNG! Wann findet Bewegung statt? Wann sollte sich unbedingt etwas bewegen und wann bitte so bleiben wie es ist?
BEWEGUNG! MOMENT! MOVE! Was ist Bewegung? Wo findet Bewegung statt und wo bleibt sie total aus?
Mit und für Menschen ab 12 Jahren erforschen wir diese Fragen auf Augenhöhe, suchen nach Antworten und mehr Fragen und verweben das Ganze zu einem großen Frage-Antwortspiel für das Klassenzimmer mit TikTok-Anmutungen. YOU GOTTA MOVE IT MOVE IT.
Für alle, die Rätsel lösen und erfinden, die schon immer mal auf Schultischen tanzen und gerne Teil einer Jugendbewegung sein wollen.
Premiere: 13.11.2023
Hessisches Landestheater Marburg
Idee und Choreographie: Sophia Guttenhöfer
Von und mit: Adeleemil Behrenbeck, Faris Saleh
Ein Sportstück von Elfriede Jelinek
Gegenwartsdramatik von Carola Unser-Leichtweiß
11 Millionen Deutsche sind in Fitnessstudios registriert. Was suchen sie dort? Ist es die Sucht nach einem schöneren Körper? Der Wille der kapitalistischen Logik der Hantelbank zu folgen oder dem großen Imperativ unserer Zeit: gesund sein zu müssen?
Mit EIN SPORTSTÜCK (1998) gewann Elfriede Jelinek als Dramatikerin weltweite Anerkennung: Die Nobelpreisträgerin untersucht das Massenphänomen Sport und benutzt es als Metapher für alle übersteigerten Anstrengungen, die wir Menschen in den kapitalstarken Industrienationen unternehmen, um schön, stark und „in“ zu bleiben – und sei es nur zu Hause vor dem Bildschirm. Jelinek beschreibt wortfulminant und bittersüß-eloquent den Sport als die Vorbereitung der Massen für den Krieg.
Ein Spektakel. Ein Event. Mit mäandernden, klugen Texttiraden und speziellen, aber durchaus spektakulär anmutenden Show-Momenten. Wie können wir der von Jelinek vermuteten Verbindung zwischen Sport und Krieg, Masse als Macht für etwas Zerstörerisches entkommen? Wie dieser tradierten Logik etwas entgegenstellen? Auch eine friedliche Revolution ist eine Bewegung.
Wir freuen uns und sehen es als großartiges künstlerisches Experiment, dass die Frankfurter DJ Rose Nylund in gleichermaßen Brecht’scher Manier, wie auch im Duktus der guten Samstagabend Unterhaltungsshow, den zwar großartigen, aber anstrengend aufzunehmenden Gedanken immer wieder ein musikalisches Intermezzo entgegensetzt. Eine Bewegungsstudie für Menschen ab 15 Jahren, die Spaß an ausgedehnten Sprachjonglierkünsten haben und Körper und Gedanken in Bewegung bringen möchten.
Premiere:
Samstag, 23.09.2023
Aufführungsdauer:
ca. 3 Stunden, 1 Pause
Regie: Carola Unser-Leichtweiß // Choreografie: Sophia Guttenhöfer // Bühne & Kostüme: Jörn Fröhlich // Lichtdesign: Bianca Mischinger Musik: DJ Rose Nylund // Koordination: Max Linzner // Dramaturgie: Petra Thöring // Regieassistenz: Henriette Seier
Es spielen:
Fanny Holzer, Lisa Grosche, Ulrike Walther, Sven Brormann, Faris Saleh, Mia Wiederstein, Anke Hoffmann, Johanna Schwaiger, Aliona Marchenko CHOR DER SPORTSFREUND*INNEN – Lucy Betz-Dreyer, Angelika Bieneck, Hannah Brenzinger, Tami Burbach, Katja del Galdo, Yasemin Gedik, Aref Ghaedamini Harouni, Cosma Jünemann, Christa Lenkeit-Kepura, Anneli von Lieres, Sophie Stelker und Birte Winkler
Presse:
„Spektakuläre Spielzeiteröffnung. Komplexer Blick auf die Welt mit Elfriede Jelineks ,Ein Sportstück‘ am Hessisschen Landestheater Marburg.“ „Die klar positionierte Inszenierung schafft nicht nur beeindruckende Bilder […]. Im Wechselspiel mit Film und Musik erhalten die Worte nachhaltige Eindringlichkeit.“ Sabine Jackl, Oberhessische Presse (26.09.2023)
The Post-Queer Dilemma
von Guy Marsan
Was bedeutet »post-queer« in einer Welt, in der das Leben von Queerness oft unerreichtes Ideal bleibt? The Post-Queer Dilemma nimmt post-queere Theorie – die Forderung nach Weiterentwicklung des Queerness-Begriffs – als Ausgangspunkt einer Befragung von Beziehungen und Formen der Gemeinschaft. Fünf Performer*innen und ein*e Musiker*in fragen: Wie können sich Körper und Gemeinschaften miteinander in einem Zustand des ständigen Werdens bewegen? Und, was bedeutet es, »offen für die unberechenbare, unbestimmbare Zukunft« (Deleuze und Guattari) zu sein?
Die Arbeiten des Hamburger Choreografen und Performers Guy Marsan setzen sich in einem bühnenfüllenden Zusammenspiel von Bewegung, Sound, Szenografie und szenischer Forschung mit Repräsentationen von Queerness und Heteronormativität nicht nur im Tanz auseinander. Er greift dabei stereotype Bewegungsmuster ebenso wie Alltagserfahrungen und vergangene wie gegenwärtige Herausforderungen queerer Biografien auf, um diese zu befragen und zu transformieren. In The Post-Queer Dilemma erforscht er gemeinsam mit den Performer*innen ein dichtes Geflecht von Verstrickungen, nicht um eine Zukunftsvision zu entwerfen, sondern um jetzt (post)-queere Beziehungen radikal zu erkunden.
Konzept, Choreografie, Tanz: Guy Marsan Tanz und Co-Choreografie: Marcelo Doño, Sophia Guttenhöfer, Alexander Hahne, Su Jin Kim Dramaturgie, künstlerische Mitarbeit: Sarah Drain Musik/Performance: Anna Toni Weiße Bühnenbild: Raphaela Andrade Cordova Kostümbild: Ilona Klein Lichtdesign: Jakob Hartmann Creative Production: Uta Engel / LEAD Productions
Premiere 25.01.2023, Kampnagel, Hamburg
https://kampnagel.de/produktionen/guy-marsan-the-post-queer-dilemma
800 (das Theaterstück) oder Rosenwunder Premium Reloaded / UA von Anah Filou
Regie: Carola Unser-Leichtweiß
Marburg wird 800 Jahre – das muss gefeiert werden! Aber wie? Natürlich in Premium und auf jeden Fall mit Tanz! Buffet! Dekoration! Da sind sich schon mal alle einig. Alle, das sind: das Wollnashorn, Frau Grin, der Schauspieler, Wegener und Wegener, die Kontinentalen aka über 20 Marburger Jugendliche und die Kommune um Tonja, Juri und Lara! Diese illustre Runde plant und sucht und diskutiert, ja debattiert über das Fest – wie kann es gehen? Und dann, dann ist sie auf einmal da, die Frage nach dem Wunder – oder wie es wurde, was es wurde, dieses Marburg. Unterstützt im wundervollen Feiern werden sie von einer siebenköpfigen Band, einem großen Projektchor, einem Chachacha-Tanzchor und juchhu, dem Blasorchester der Feuerwehr Marburg.
Am 11. Juni geht’s los. Sieben Termine, sieben feierfreudige Open-Air-Spektakel. Ein liebevoll- heiterer und doch tiefgründiger Streifzug mit exzellenten Außenseiter*innen durch 800 Jahre Marburg. Ja, schön waren all die Jahre, ja, wunderbar ist es in Marburg und ja (!) wunderschön soll’s werden in und mit Marburg(*innen)! Wir werden feiern – mit Ihnen! Herzlich heißen wir Sie willkommen im Georg Gaßmann-Stadion, eine Einladung an alle Menschen ab 14 Jahren!
Premiere:
Samstag, 11.06.2022
Ort:
Georg-Gaßmann-Stadion
Regie: Carola Unser-Leichtweiß, Choreografie: Sophia Guttenhöfer, Kostüme: Jörn Fröhlich, Musikalische Leitung: Christian Keul, Dramaturgie: Lena Carle
Audiodeskription: Isabella Brawata Bühne: Stefani Klie
Es spielen:
Jorien Gradenwitz, Mechthild Grabner, Metin Turan, Saskia Boden-Dilling, Lisa Grosche, Georg Santner, Jürgen Helmut Keuchel, Fanny Holzer, Marie Wolff
Les Meres De Misère
Jammermobil als Stage Legend
Auf dem MS Artville Festival trieben sich die STAGE LEGENDS an insgesamt drei Sonntagen (24.7., 31.7. und 7.8.) als Walking Act über das Festivalgelände, verwickelten Besucher*innen in Szenen und sorgten für Irritation, Aufhorchen, Aufsehen und Erheiterung.
Bauchladen Monopol lud zu Jammerpartitur und Tränenbad ein.
Am finalen Sonntag zeigten die STAGE LEGENDS als Finale des Festivals ein Best-Off ihrer Acts. Als Les Mere de Misère verwandelten Bauchladen Monopol Tränen zu Perlen.
TEAM
Konzeption, Künstlerische Leitung & PR: Stückliesel
On-Site Production, Co-Konzeption: MS Artville
Künstlerische Umsetzung, Regie & Moderation: MEYER&KOWSKI
Das Jammermobil – eine Homage ans Jammern
Eine Tour durch die Republik von Bauchladen Monopol
BAUCHLADEN MONOPOL macht Jammern salonfähig! Nicht das beiläufige, zerstörerische, anklagende Jammern – sondern ein persönliches, erleichterndes und stärkendes Jammern. Auf seiner Tour durch die Republik hält das JAMMERMOBIL an verschiedensten Orten und öffnet seine Türen. Passant*innen sind zu Privatsitzungen ins Innere des Mobils eingeladen sowie zu live dargebotenen Jammerpartituren. BAUCHLADEN MONOPOL jammert für und mit Menschen, fragt nach Ausdrucksweisen des Jammerns, Gründen von Missgefühlen, sowie regionalen Reizthemen und bietet Raum diese schriftlich, bildlich oder akustisch zu dokumentieren.
KOMMT - ÄCHZT, RAUNT, JAMMERT: aus vollem Herzen!
TEAM
Aktion & Performance von BAUCHLADEN MONOPOL
Idee und Konzept: Bauchladen Monopol (Sophia Guttenhöfer & Carolin Christa)
Performer:innen: Carolin Christa, Sophia Guttenhöfer, Nina Schulz, Heike Stock, Stefanie Gmelin und Karla Katja Leisen
Ausstattung: Karla Katja Leisen
Dokumentation: Robert Paschmann
Clownscoaching: Heike Stock
Vocalcoaching: Anne Heeg
Beratung Produktion & PR: STÜCKLIESEL
Grafik: Atelier Löwentor
2021 In Hamburg, Greifswald, Lassan, Halle, Lich, Wetzlar, Darmstadt, Barnten, Hildesheim, Steyerberg, Marburg, Paderborn,
2022 in Bad Oldesloe, Hamburg
“Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien“ #TakeAction
Presse:
"Im Jammermobil klingt es verdächtig nach Jammern. Eine Frau kommt raus und sieht glücklich aus (...)Magisch was ausgiebiges Jammern im geschützten Raum des Jammermmobils bewirken kann. " Kulturjounal MDR1
Stimmen der Besuchenden:
"Ich hätte nicht gedacht, dass Jammern so berührend sein kann."
"Es ist schön, dass ich auf diese Weise meinen Jammer mit der ganzen Welt teilen darf."
"Magisch, befreiend, ein bisschen traurig."
"Ich kann diese Methode des professionell begleiteten Jammerns nur wärmstens weiterempfehlen!"
Nachtleben ohne Leben
Recherche von Bauchladen Monopol auf St. Pauli während der Pandemie
Was passiert während der Pandemie in der urbanen Nacht, ist die Recherchefrage vom Performancekollektiv Bauchladen Monopol. Die Nacht, ein Moment großer Ambivalenz und Uneindeutigkeit. Ein Ort der von seinen Uneindeutigkeiten und verschiedenen Körperrealitäten lebt, ist St. Pauli. Ein Stadtviertel, das über viele Jahre gewachsen ist, um Menschen die Nacht zu vertreiben. Mit der Pandemie verändert sich dieser Ort und wirft Fragen auf. Was passiert an Orten des Nachtlebens, wenn das Nachtleben fehlt? Welche Menschen beleben die Straße? Wo und wie wird sich begegnet? Was entsteht in den Leerstellen, wie verändern sich die sozialen Choreographien, wenn gängige freiheitliche Grundordnungen Pandemieverordnungen weichen müssen?
Ab jetzt zusammen / UA
Eine Komödie mit Musik über die Zugehörigkeit zur Unzugehörigkeit von Carola Unser-Leichtwieß
1984. Generalstreik der Bergarbeiter*innen in Großbritannien: Die Regierung droht, tausende Stellen abzubauen. Eine Gruppe junger Aktivist*innen will die Streikenden unterstützen und gründet den Verein „Lesben und Schwule für die Bergarbeiter*innen“. Ihre Spendenaktionen werden zu einem existenziellen Beitrag für den Arbeitskampf. Als diese so unterschiedlichen Gruppen sich das erste Mal begegnen, beginnt ein beeindruckendes Kapitel der Annäherung. Ein Abend für alle Menschen ab 13 Jahren, die Musik, Kohleruß und Tanz mögen und denen Solidarität wichtig ist. Eine Geschichte über die Chance, Vorurteile aufzugeben und über die Gewissheit, dass ein gemeinsames „Wir“ möglich ist.
Premiere 20.02.2020
Hessisches Landestheater Marburg
Erwin Piscator Haus, Marburg
Regie: Carola Unser / Choreografie: Sophia Guttenhöfer / Bühne & Kostüme & Videoschnitt: Anna Dischkow-Braml / Musikalische Leitung: Christian Keul / Dramaturgie: Lotta Seifert /
Miezen: Copycats 2019
Der Tod der wohl berühmtesten Internet-Katze »Grumpy Cat« im Mai 2019 löste ein lautes Medienecho aus. Auf einer Vielzahl von Mainstream-Nachrichtenforen wurde darüber berichtet, virale Trauer-GIFs und R.I.P. Wünsche überschwemmten die Social Media Kanäle. Ohne Katzen wäre das Internet wohl um ein Vielfaches unkuscheliger, Memes wären leer und TikTok-Videos nur halb so sweet. Die meistgeklickten unter den Katzen Clips stehen emblematisch für die neuen Bilderregime der sozialen Medien, genauso wie für eine neue Form des Eskapismus: für »instant gratification« – sofortige Belohnung und wohlige, körperliche Affekte. Diesem Phänomen stellen sich die Hamburger Choreografinnen Annika Scharm und Hannah Wischnewski und forschen in ihrer neuesten Arbeit zu Cat Content und der inzwischen permanenten Präsenz unserer digitalen Hausfreundinnen im Netz. In Zusammenarbeit mit dem Videokünstler Martin Prinoth, dem Berliner Choreografen Martin Nachbar, der Hamburger Dramaturgin Barbara Schmidt-Rohr und der Bühnenbildnerin Lani Tran Duc lassen sie choreografierte Szenen und »CopyCat«-Video-Clips entstehen, die in schnellen Clickbait-Abfolgen die Ambivalenzen des Katzen-Kults beleuchten und das Publikum auf eine bizarre Reise mitnehmen.
Künstlerische Leitung: Annika Scharm Performance: Annika Scharm, Hannah Wischnewski Bühne und Kostüm: Lani Tran Duc Video: Martin Prinoth Dramaturgie: Barbara Schmidt-Rohr Produktionsleitung: Jonas Woltemate Künstlerische Mitarbeit: Sophia Guttenhöfer Experte: Martin Nachbar
https://kampnagel.de/produktionen/annika-scharm-miezen-copycats-2019
Jubel. Trubel. Glitzer. 40 Jahre W3
Bauchladen Monopol als Jubilator*innen
Golddschungel, Konfettiregen, und Glitzer satt. Der W3_Jubiläumsauftakt, Inszeniert von den Jubilator*innen von Bauchladen Monopol hatte keine chronologische Abfolge, keine starren Sitzordnungen oder frontalen Vorträge im Angebot. Stattdessen bot die W3 auch auf ihrer Auftaktparty eine Diskursverschiebung: künstlerische Interventionen und interaktive Installationen fanden parallel statt: es gab eine Silent Disco, ein Digitales Deck, eine Liebesbriefe-Vorlese-Ecke sowie verschiedene Präsentationsformate zu der W3_Geschichte, den W3_Mitgliedern, W3_Projekten und des W3_Teams.
2Lips
von Regina Rossi, eine choreografische Installation
2lips ist eine choreografische Installation, eine Simultanbühne. Ausgehend von der Anatomie und der Kulturgeschichte der Vulva schafft 2lips einen Raum, in dem mit skurrilen Entblößungsakten, lustvollen Nackttänzen, schrägen Aufklärungszenarien und Zitaten aus feministischen Werken neue Bilder und Narrationen des weiblichen* Genitale entstehen. Die experimentelle Mischform zwischen künstlerisch-sinnlicher Erfahrung und Wissensvermittlung fordert humorvoll dazu auf, sich mit der eigenen Scham, Lust und Unwissenheit zu konfrontieren.
*Das Sternchen verweist auf geschlechtliche Identitäten jenseits von biologischen Mann-Frau-Zuschreibungen.
Concept + Choreography → Regina Rossi
With → Dani Brown, Kianí Del Valle, Sophia Guttenhöfer, Mathilde Manon, Regina Rossi
Dramaturgy → Greta Granderath
Stage + Costume Design → Lani Tran-Duc, Doris Margarete Schmidt
Sound Design → Katharina Pelosi
Light Design → Ricarda Schnoor
Assistance → Christine Grosche, Anngret Schultze
Press → Christine Grosche
Workshop Vulva → Friederike Nastold
Photos → Anja Beutler
https://reginarossi.de/projects/2lips-choreographische-installation/#
Mein Platz Dein Platz
Ein Tanztheaterstück für Menschen ab 3 Jahren von Sophia Guttenhöfer
Wo gehöre ich hin? Und wo gehörst du hin? Darf ich dich mal besuchen? Oder ist mein Platz dann weg? Wäre das schlimm? Ist auf meinem Platz eigentlich genug Platz für uns beide? Und warum gehört mein Platz mir und deiner dir?
Die Choreografin und Performerin Sophia Guttenhöfer hat gemeinsam mit unserem Ensemblemitglied Victoria Schmidt und dem Musiker Christian Keul (a.G.) ein mobiles Tanztheaterstück entwickelt, das sich launig-leicht mit diesen großen Fragen auseinandersetzt. Wer mag, erkennt darin Zwischenmenschliches oder auch die große Weltpolitik.
Es wird getanzt, gespielt, bilderreich musikalisch-poetisch erzählt und doch wenig mit Sprache gearbeitet, um Sprachgrenzen gar nicht erst aufkommen zu lassen.
Premiere 22.9.2018, 15.00 Uhr
Hessisches Landestheater Marburg
Idee, Regie und Choreographie: Sophia Guttenhöfer
Von und mit Victoria Schmidt und Christian Keul
Musik: Christian Keul
Bühne: Sophia Guttenhöfer
Regieassistenz:
Presse:
...dass sie (das junge Publikum) viel und laut lachen und das haben sie getan, was zeigt, dass Sophia Guttenhöfer mit ihrer Inszenierung den Nerv der jungen Menschen voll getroffen hat. Die jungen Menschen 40 Minuten lang zu begeistern ist für mich eine ganz große Leistung von Victoria Schmidt und Christian Keul.
Was mich noch fasziniert hat an dem Stück ist die Metaebene (...)für die kleinen Menschen ist es einfach witzig, da sind Menschen, die bauen irgendwas, nehmen sich Kiste weg, es ist spaßig die Interaktionen zu erleben. Die etwas älteren Menschen interpretieren die Kisten dann eher als - das ist meine Platz, was passiert wenn ich ihn wegnehme, was passiert, wenn andere ihn wegnehmen, wo ist mein Platz in der Gesellschaft, machen wir Platz füreinander...
Andreas Leder, Freies Radio
Treffen Total 2018
25.6. – 22.7.2018
K3 Choreographiezentrum Tanzplan Hamburg
TREFFEN TOTAL 2018 ist eine einzigartige kollaborative Reisegruppe: 25 Hamburger und internationale Künstler*innen aus den Bereichen Tanz, Performance, Musik und Theater, die bereits beim TREFFEN TOTAL 2016 zusammengetroffen sind, gestalten einen vierwöchigen Arbeitsprozess als Kunstwerk. Dabei befragt TREFFEN TOTAL 2018 diesmal Mechanismen und Bewegungen des Tourismus als künstlerische Strategie und lädt zu Begegnungen und Präsentationen auf K3 | Tanzplan Hamburg und im Stadtraum ein. Über vier Wochen entsteht so parallel eine Vielfalt künstlerischer Ansätze, Experimente, Dialoge und Formate.
https://treffentotal.de/about/
https://treffentotal.de/category/uncategorized/page/2/
Herrje_Ohjemine
von Bauchladen Monopol
Mit Tränen in der Stimme, auf dem Weg zum Glück schluchzen, ächzen und seufzen sie. Sie werden zu Jammerlappen um die kathartische Wirkung des Jammerns zurück zu bringen und so wahrscheinlich die Welt zu retten.
Bauchladen Monopol jammert in verschiedenen Formaten an verschiedenen Orten
Sirenengesang. Archipelsalon, Wilhelmsburg 2017
Herrjemine
Werkstatt-Format
PROBEBÜHNE EINS | ERÖFFNUNG DES FESTIVALS HAUPTSACHE FREI
Mittwoch 19.04.2017
19.30 Uhr
K3 - Zentrum für Choreographie, Hamburg
Herrjemine
30 jährige Jubiläumsgala der Hamburgischen Kulturstiftung
12.02.2018
20 Uhr Hansatheater Hamburg
Ohjemine! Bauchladen Monopol jammert in der Kneipe
16.03.2018
19 Uhr
Statt Gießen/Lich
Heim@Home
Tanz- und Performancestück von Guy Marsan
Heim@Home, ist eine Auseinandersetzung mit dem Körper, der sich in einer räumlichen und körperlichen Suche nach einer Heimat befindet. Heimat ist, wo du jetzt bist, wohin du gehst, woher du kommst. Heimat ist kompliziert. Heimat spürt man erst, wenn man gegangen ist. Heimat ist Anhalten, ist Bewegung. Jede Bewegung ist entschieden. Jede Entscheidung bewegt dich. Schau dich um. Look around you. Hast du dich entschieden hier zu sein? Did you choose to be here? What moved you here? Did you get here with your legs? Was your heart following them?
Premiere: 13. Dezember 2017 beim tanz.tausch festival in der Alten Feuerwache, Köln.
Produziert mit dem Choreografie Preis der Kunst Salon Stiftung und in Koproduktion mit dem tanz.tausch Festival nach einer Residenz im Quartier am Hafen in Köln.
MURDER OF CROWS
Performance von Annika Scharm
Murder Of Crows ist eine Performance in der Annika Scharm ihre Annäherung an die Krähen entwickelt. Die Frage „Bird or Beast“ stellt sie an Hand wissenschaftlicher und mythologischer Erzählweisen sowie aus dem alltäglichen Erleben und Beobachten der Vögel heraus in den Raum. Auf der Bühne verflechten sich die stimmlichen, körperlichen, musikalischen und bühnenbildnerischen Elemente zu immer neuen Blickwinkeln auf die Krähenvögel.
Übersetzt bedeutet der Begriff „Ein Schwarm Krähen“. Gerecht wird man der Bedeutung mit dieser Übersetzung nicht.
Als bilinguale Künstlerin hat Annika Scharm in englischer, sowie deutscher Sprache zu den Krähen geforscht und so finden beide Sprachen in unterschiedlicher Art und Weise ihren Eingang in die Performance.
KONZEPT UND PERFORMANCE: Annika Scharm
DRAMATURGIE UND KÜNSTLERISCHE MITARBEIT: Sophia Guttenhöfer
RAUM UND KOSTÜM: Lani Tran-Duc
MUSIK UND GERÄUSCHE: Clemens Endreß
LICHTKONZEPT: Ricarda Köneke
Murder Of Crows ist eine Koproduktion von Annika Scharm und Kampnagel Hamburg. Gefördert durch die Hamburgische Kulturstiftung und die Rudolf Augstein Stiftung.
Die Welt ist schlecht, die Wahrheit tut weh, es gibt viel zu jammern – und das zu Recht!
Installative Performance von Bauchladen Monopol
Zum Ende der Vortragsreihe in der W3 zu Themen der Weltwirtschaft begegnen sich in einer Performance, die durch das Haus der W3 führt, Fakten und Gefühle, Verzweiflung und Hoffnung, „war schon immer so“ und „muss nicht so bleiben“.
Ein Annäherungsversuch des Performancekollektivs Bauchladen Monopol an Weltwirtschaft und Alternativen mit Kopf, Herz, Hand und Fuß.
21.November 2017
19:30 Uhr
In der W3, Werkstatt für Internationale Politik
Nernstweg 32-34 in Hamburg
Let's Quiz About Weltwirtschaftssystem
Ein Wissensparkour mit Bauchladen Monopol
Das wird kein gewöhnlicher Quiz-Abend! Bauchladen Monopol schickt euch vielmehr auf einen Rate-Parcours. Es geht rund ums globale Wirtschaftssystem und das quer durch’s ganze Haus der W3. Aha-Momente, (pop-)kulturelle Anekdoten, durchaus Irritierendes, überraschend Erfreuliches und kleine Gaumenfreuden sind auf dieser kleinen Parcours dabei.
23.05.2017 // 19:30
W3
Nernstweg 32-34
22765 Hamburg
Neulich vor Ikea
Aktion von Bauchladen Monopol und W3
Könnten Sie vielleicht das Welt- wirtschafts- system mit der Solidarität bekannt machen?
Warum dürfen wir eigentlich nicht jetzt im Paradies leben sondern erst, wenn wir tot sind?
Ist es besser, mir ein neues SmartPhone zu kaufen um mein altes spenden zu können, oder behalte ich lieber das alte und spende Nichts?
Darf ich zu allem eine Meinung haben, oder muss ich auch mal die Klappe halten?
Wenn ein Tellerwäscher zum Millionär wird, soll ich dann meine Spülmaschine weggeben? Und warum sind dann nicht mehr sogenannte Hausfrauen Millionärinnen?
Warum soll die Wirtschaft nicht aufhören zu wachsen, meine Füße aber schon?
Ist unendliches Wachstum etwas natürliches?
Wieweit schreitet Forstschritt fort? Und was ist, wenn er dann weg ist?
Bedeutet eigentlich der Spruch „wer hat dem wird gegeben“ – dass, wer nichts hat gibt?
Wir fragen uns doch diese Fragen, oder?
Aktion in der Fußgängerzone
von Bauchladen Monopol und Werkstatt 3
Als Einladung zu der Veranstaltung: Let's Quiz about Weltwirtschaftssystem
Treffen Total 2016
1.7.-24.7.2016
K3 Choreographiezentrum Tanzplan Hamburg
Mit Treffen Total 2016 entsteht eine für die freie Szene einzigartige kollaborative Ensemblestruktur: 16 Hamburger Tänzer*innen, Choreograph*innen und Theatermacher*innen widmen sich vom 01. bis 24. Juli im K3-Zentrum für Choreographie gemeinsam mit 8 internationalen Künstler*innen kollektiver künstlerischer Praxis und den Präsentationsformen der so entstehenden Arbeit. Das Projekt thematisiert künstlerische Begegnungen vom ersten Moment über die Entwicklung komplexer gemeinsamer Fragestellungen bis hin zu unterschiedlichen Vorstellungsformaten.
Die Veranstaltungsreihe TOTAL NICHT ANGESAGT und das morgendliche TRAINING TOTAL lädt Gäste von Beginn an ein, als Zuschauer*innen, Dialogpartner*innen oder Workshopteilnehmer*innen am Treffen teilzunehmen.
Treffen Total sind:
Aus Hamburg: Jenny Beyer, Verena Brakonier, Carolin, Christa, Antoine, Effroy, Greta, Granderath, Tobias Gronau, Sophia Guttenhöfer, Victoria Hauke, Franziska Henschel, Jonas Leifert, Antje Pfundtner, AnnKatrin Quednau, Lis Rech, Annika Scharm, Ursina Tossi, Anja Winterhalter, Hannah Wischnefski, Jonas Woltemate.
Internationale Teilnehmende: Sigurour Arent,Giulio D’Anna, Sofia Kakouri, Pavlos Kountouriotis, Nuno Lucas, Rita Natalie, Louise Vind Nielsen, Jinyoung Park.
Treffen Total.
Raum für
zwanglose Praxis
interessante Verwicklungen
fluide Erfindungen
Neugierige Begegnungen
Inspirierenden Humor.
eigenwillige Arbeitsweisen
waghalsige Theorien
unbekanntes Essen
unbenannte Ideen
unlösbare Rätsel
unerwartete Ergänzungen.
Engeres Zusammenwachsen
positives Zukunftsschauen
Unser Wunsch, als in Hamburg ansässige, darstellende Künstlerinnen, den Ensemble Gedanken zu stärken, ist aufgegangen. Wir haben inhaltlich sowie handwerklich voneinander lernen können, haben uns ausgetauscht und in die Zukunft gedacht. Wir haben uns persönlich kennen lernen dürfen, uns unsere Arbeitsweisen gezeigt und zusammen künstlerische Ideen gesponnen und umgesetzt. es wurden Grundsteine für neue Arbeitszusammenschlüsse gelegt, vage Ideen kamen auf dem Prüfstand, haben sich gefestigt. Das künstlerische und ästhetische Selbstverständnis konnte sich an anderen reiben und wachsen. Kollektiv, Kollaboration, Komplizen,schaften, lockere versus feste, offene versus geschlossene Strukturen waren Begriffe, die immer wieder Thema waren und von den einzelnen in ihren Arbeitsalltag mitgenommen werden. Wir haben interessanten Austausch mit und viele Anregungen von einem sehr diversen Publikum bekommen, welches uns als Tanzpartnerin im Training, als Performerin auf der Bühne, als Forscherinnen im Studio, sowie als Gesprächspartner Sinnen über unsere verschiedenen ästhetischen und inhaltlichen Fragestellungen erleben konnte.
Für die Weiter Entwicklung und Stärkung der Hamburger freien Szene, wünschen wir uns, dass das Treffen total unabhängig von der Initiative einzelner, ein strukturell verankerte Bestandteil künstlerischen Arbeiten in Hamburg wäre und in regelmäßigen Abstand eine Anzahl von Künstlerinnen die Möglichkeit gäbe, in oben skizzierten Rahmen zu arbeiten. Die Grundstruktur für das Treffen ist erarbeitet und hat sich bewährt. Auf ihr lässt sich aufbauen.
treffen total 2016 wird in Coop Produktion mit K3 Tanzplan Hamburg durchgeführt. Gefördert durch die Kulturbehörde der Freien und Hansestadt, Hamburg, die Hamburgische Kultur Stiftung und die Rudolf Augstein Stiftung. In Kooperation mit der Probebühne im Gängeviertel und Dan Kiosk Hamburg 20,16 48 Stunden Nomaden. Mit Dank an Sweet and Tender Collaborations.
ALL WORK NO PLAY
von Guy Marsan
TANZ IM ÖFFENTLICHEN RAUM
ALL WORK NO PLAY ist ein Aufruf, Tanz als Potential für Veränderung zu verstehen. Diese ort-spezifische Performance fand in einer U-Bahn-Station statt und spielt mit den Regeln des normalen Arbeitstags. Sie ist gleichzeitig ein Wiederspruch der englischen Redewendung, weil es genau das Gegenteil fordert, nämlich dass man auch Spaß im Alltäglichen haben darf und nicht nur arbeiten muss. Das Tanzspiel stellt erst den Alltag dar, um ihn dann zu zerstückeln, zerlegen und zerbrechen, damit er mit Spaß besser und wiederaufgebaut werden kann. Das kurze Stück zeigt, dass man auch auf dem Weg zur Arbeit und vielleicht sogar bei der Arbeit selbst auch tanzen kann.
Choreografie: Guy Marsan
Tanz: Sophia Guttenhöfer, Paul-Louis Lelièvre, Lou Poirier
Musik: Anne Weiße
Video: Jörn Neumann
Gewinner des Choreografie Preises vom Kunst Salon e.V. – Koproduktion new talents biennale und Kunst Salon e.V.
https://guymarsan.com/shows/all-work-no-play-2016/
Premiere: 25. Mai 2016 – new talents biennale, Köln
Ort: Appelhofplatz U-Bahnhaltestelleneingang Breite Strasse
Jede halbe Stunde von 17:15 bis 20:15 am 25. & 27.5.2016
Pressekommentar:
Work displays joy or at least is prefered – All work no Play is not only on the linguistic level a reference to the fact that daily routine needs and receives more space. Marsan divides and analyses this routine and builds it humouristicly in this choreography.
24/7 – ARBEIT, Arbeit, arbeiten.
Ein ‚Symposium‘ in fünf Gängen zum Mitdenken und Abschmecken
Von Worksforceproductions
Unsere Arbeitswelt ist im Wandel. Unter unseren Füßen werden soziale Sicherungsnetze nach und nach aufgelöst, während wir versuchen mobiler, flexibler, multitasking-fähiger, innovativer, kommunikativer, eigenständiger, kreativer, kooperativer, selbstbestimmter… insgesamt: effizienter zu arbeiten und zu leben. 24/7 – das Symposium in fünf Gängen lädt Sie ein zum Mitdenken und Abschmecken: Kunst, Kochen, Kommunikation. Austausch, Netzwerk und Diskussion. Geschmack und Gespräche. Performance, Installationen, Workshops, Fachvorträge und der Dokumentarfilm „Auf Augenhöhe“. Visionen und Utopien. Begleiten Sie uns auf eine kulinarische Forschungsreise zum Thema Arbeit.
Fachvorträge u.A. von: Uwe Lübbermann (Premium Cola, Hamburg), Dr. Heike Lüken (Kulturwissenschaftlerin, Hamburg) & WORKING TITLE (Nicole Amsbeck, & Marielle Amsbeck)
Termine: 4./5./6. Dezember sowie 11./12./13. Dezember 2015 Ort: Hügelstraße 75 und 77 (zukünftiges „Theater Moller Haus im Exil“-Gebäude)
Eintritt: Zahlen sie so viel sie wollen und bringen sie ein Gemüse mit.
workforceproductions waren: Marielle Amsbeck, Nicole Amsbeck, Renske Marij Ebbers, Sophia Guttenhöfer, Karla Katja Leisen, Guy Marsan, Giuseppina Tragni, Anna Weiße.
workforceproductions workforceproductions ist ein Arbeitszusammenschluss unterschiedlicher Menschen aus unterschiedlichsten Berufsfeldern, die mittels Theater, Performance und Aktionskunst gesellschaftliche und politische Themen der Gegenwart verhandeln. Polaritäten und Kontroversen, vor allem aber auch das Visionäre und Utopische innerhalb der Diskurse, die unseren Alltag prägen, überführt workforceproductions in theatrale Gemeinschafts- und Erfahrungsräume für ihr Publikum. Künstlerische Feldforschung und biographische Expertise münden in unterhaltsame, performative und poetische Bilder, Aktionen und Sounds.
Twentyfourseven
von Nicole Amsbeck
Lohnarbeit, Gartenarbeit, Beziehungsarbeit, Blowjob - alles ist zur Arbeit geworden.
Wir arbeiten an unseren Körpern, unserem Leben und an unserer Liebe. Die Form der zukünftigen Arbeit ist ungewiss und heikel. Doch fest steht für uns: Zukünftige Arbeit muss 'flexurity' bieten, beweglich sein, herausfordern und unterstützen. Mit vier Prinzipien: Handwerk, Struktur, Strategie und Zweck untersuchen vier Performer_innen diese Form von Arbeit und versuchen ihr näher zu kommen.
Künstlerische Residenz Theater Transit
Darmstadt 24.2. - 5.3. // 21.5. - 31.5. 2015
Eine künstlerische Forschung zu der unsichtbaren Revolution alltäglicher Praktiken.
Willkommen in der Prekarisierungsgesellschaft, in der wir leben. Die zunehmenden Unsicherheiten die durch ein „neoliberales Flexibilisierungs-, Deregulierungs- und Entsicherungsregime“ entstehen, durchziehen den gesamten sozialen Raum unabhängig von Schicht oder Berufsgruppe. Der oder die Unternehmer_in, das sich selbst gestaltende, autonome, auf kollektive Sicherungen verzichtende und risikobereite Subjekt wird zur gesellschaftlichen Leitfigur. Dieses Konzept gilt als alternativlos. Ist es aber nicht.
Das Ziel ist es mit unserer Forschung und Inszenierung einen anderen Blickwinkel auf das Phänomen der „Prekarisierungsgesellschaft“ zu eröffnen. Um es mit dem Sozialwissenschaftler Machart zu sagen: Der „Wandel durch Prekarisierung umfasst nicht alleine das Lohnarbeitsverhältnis, sondern zieht inzwischen die meisten anderen Lebensverhältnisse in Mitleidenschaft. So wie sie eine Angelegenheit der Arbeitsbeziehungen ist, ist sie eine des Alltagslebens und der Kultur. Und so wie ihr im Kampf um soziale Rechte zu begegnen ist, so ist ihr auch im Kampf um Subjektivierungsweisen, Vorstellungswelten und Lebensformen zu begegnen. Daraus ergibt sich, dass Prekarität keine ökonomische Verhängnislogik darstellt, (...), sondern, da politisch handlungsgetrieben, auch neue politische Handlungsperspektiven eröffnet, die unter fordistischen Bedingungen so nicht denkbar gewesen wären.“ (Machart 2013)
Anschließende Premiere 25.07.2015 Kampnagel, Hamburg
Regie: Nicole Amsbeck
In Kompliz*innennschaft mit Workforceproductions:
Auf der Bühne: Marielle Amsbeck, Nicole Amsbeck, Sophia Guttenhöfer, Guy Marsan, Giuseppina Tragni
Tanz: Sophia Guttenhöfer
Soundkünstlerin: Anna Weiße
Raumkonzept: Karla Leisen
Konzeptionelle Mitarbeit: Renske Ebers
Ver:rückte Körper
von Sophia Guttenhöfer
In der Weise wie Körper gehen, atmen, tanzen, oder Lust empfinden und sich umgestalten, in der Weise, wie sie kämpfen, oder erstarren, wie sie sich in das alltägliche, Handgemenge werfen, bilden sich die gesellschaftlichen Verhältnisse heraus, in denen wir alle handeln. Gleichzeitig schaffen die gesellschaftlichen Verhältnisse körperliche Realitäten, sie formen den Körper und bestimmen seine Bewegung Praxis mit. Im Wechselspiel mit der Umgebung bildet sich die individuelle Körperlichkeit – die körperliche Biografie – die gleichzeitig ihre Umgebung erst herstellt.
Was passiert, wenn einzelne Aspekte der individuellen körperlichen Praxis isoliert und ihre spezifischen Merkmale heraus gearbeitet werden? Welche körperlichen und gesellschaftlichen Realitäten werden damit kreiert, werden sichtbar? Welches Wechselspiel zwischen Körper und Umwelt entsteht?
Konzept & Performance Sophia Guttenhöfer
Dance Kiosk Festival Hamburg 2014
17. & 18. Oktober 20:00 Uhr
Sprechwerk, Hamburg
Gisels Index oder ein schöner Abend
Eine performative Installation zum Thema Schönheit von Bauchladen Monopol
Zum 8.März nimmt das Performance Kollektiv Bauchladen Monopol das Publikum mit in die Welt der Werbemärchen. Verkaufende Körper lesen vor, erzählen von den Machenschaften des Handelskönigs und entwerfen Schönheiten. Gisels Index ist eine Lesung, inspiriert von der Auseinandersetzung mit Werbeplakaten, dem Schönheitsdiktat und der Darstellung von Frauen*körpern im öffentlichen Raum.
* Der Titel ist angelehnt an den Gisele_Bündchen Index, der von dem Ökonom Fred Flug entwickelt wurde. Der Index zeigt an, wie die Aktienkurse steigen, wenn Firmen mit Gisele Bündchen werben.
8.März
in der Werkstatt 3
Nernstweg 32 in Hamburg
Plakat Taten
Walk Act von Bauchladen Monopol
Wieviel kostet eine Schönheit?
Was findest Du besser, sehen oder gesehen werden?
Sollte ich lieber meinen Körper verändern als die Gesellschaft?
Postevolution statt Revolution?
Wenn Symmetrie schön ist, sollte ich dann zum Quadrat werden?
Macht Sitzen dicker als Liegen?
Wir fragen uns doch solche Fragen, oder?
Pink Stinks! Come as you are
Demonstration gegen Sexismus in der Werbung
1.9.2013
15 Uhr mit Sookee, Bernadette La Hengst, Missy Magazin, Doctorella, Bauchladen Monopol u.a.
Pariser Platz Berlin
giseles index oder plakat taten
Straßenperformance von Bauchladen Monopol
Das Kollektiv Bauchladen Monopol widmet sich in seiner neuen Straßen-Performance giseles index oder plakat taten der Ästhetik und Sprache von Werbeplakaten und der Darstellung posierender Körper. Durch die Auseinandersetzung mit Posing – ob von Beyoncé, Gisele Bündchen, Venus von Milo oder Laocoon – und verschiedener Tableaux Vivants, formt und färbt das Kollektiv die Hamburger und Kölner Innenstadt mit neuen Plakaten und Taten.
Schon im alten Rom waren Plakate im öffentlichen Raum präsent. Auf weißen Holztafeln wurden Bekanntmachungen und Gesetzestexte an öffentlichen Plätzen ausgehängt. Heutzutage bilden Plakate im Stadtraum eine visuelle Kakophonie und bestimmen was wir wann haben wollen und wie wir sein sollen.
Bauchladen Monopol sind Carolin Christa, Regina Rossi, Sonia Franken und Sophia Guttenhöfer.
Performance Carolin Christa / Sonia Franken / Sophia Guttenhöfer / Regina Rossi
Konzept + Inszenierung Bauchladen Monopol Dramaturgische Unterstützung Claude Jansen Visuelle Gestaltung Gonzalo Barahona Musik Anna Weiße Fotos Gonzalo Barahona Produktion Bauchladen Monopol
Gefördert durch Kulturbehörde Hamburg / Kunststiftung NRW
Hamburg, Köln 2013
"BLM rollen ihren roten Teppich da aus, wo er hingehört: In den Fußgängerzonen bekannter Einkaufsmeilen. Als Bühnenbild dient ihnen einer dieser Wechselwerbebanner (...) In der Ottenser Hauptstraße scharen sich zur besten Einkaufszeit viele Zuschauer um die unerwartete und witzige Performance „Giseles Index“. (Godot, das Hamburger Theater Magazin 2013)
Schiebung
Performative Intervention in den Stadtraum von Bauchladen Monopol
Die Weiterentwicklung der Performance "Physik der Verdrängung" - ein Physikalisches Phänomen, ein stadtsoziologisches Phänomen, ein Grundprinzip von Bewegung führte Bauchladen Monopol auf die Straße und fand als performative Aktion an verschiedene Plätzen und Orten statt.
Kaltstartfestival, Barthelsstrasse, Hamburg, 23.6.2012 // Tanz in den Gängen, 5.8. 2012 Gängeviertel, Hamburg // Hansa Kultur, Hansaplatz, Hamburg, 7.9.2012 // At:tension Festival, 5.-8.9.2013
Ergebnis einer Kurzzeit-Residenz auf K3 - Choreographisches Zentrum Hamburg
one armed sciccors
Solo von Sophia Guttenhöfer
Der Körper und die Schere. Ein Duo. Entstanden in der Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Umgang mit dem menschlichen Haar. In dem Tanz mit der schneidenden Schere zeigt sich der Körper, ringend mit Normerfüllung, Normaneignung und Normverweigerung.
Prenominationfestival SzoloDuo Dancefestival, Wachsfabrik, Köln // SzoloDuo Dancefestival, Musz Theater, Budapest // Dance Kiosk Festival, Sprechwerk, Hamburg // 10 time 6, Ada Studio, Berlin
"Inspirierend wirkt es und es werden besondere Erwartungen dadurch geweckt, wenn der gewählte Titel Bilder evoziert, welche mit der tatsächlichen Realisierung in ein Spannungsverhältnis treten, wie es in der gelungenen konzeptionellen Produktion „One armed scissors” von Sophia Guttenhoefer der Fall war.”
Jury SoloDuo Fesztival, Budapest 2012
Haare tragen
von Sophia Guttenhöfer
Das Haar. Identitätsmerkmal. Informazionsspeicher. Ausdruck von Schönheit, Anstoß für Ekel. Auf dem Kopf im Sonnenlicht - erotisch, naß im Abfluss - Auslöser von Krisen. Kopfhaar, Gesichtshaar, Beinhaar, Achselhaar Brusthaar, Schamhaar, Haare auf den Zähnen. Wer darf wann und wo erlcvhes Haar tragen?
MA Performance Studies Abschlussperformance
Sophia Guttenhöfer setzt sich in Form von Sprache und Tanz mit verschiedenen Aspekten von Haar auseinander.
Kampnagel, 2011
darf man 2010-14 'in the rain' tanzen
Lecture Performance von Bauchladen Monopol
Vier „Durchschnittsmenschen“ begaben sich in den urbanen Raum, um den Fragen nachzugehen, welches die bestimmenden Ordnungen des urbanen Raumes sind und welche Verhaltens – und Erscheinungsformen diese überschreiten. Was ist der urbane, öffentliche Raum? Welches sind seine bestimmenden Ordnungen und lassen sich diese unterlaufen? Was passiert, wenn vier Personen tanzend im urban Raum intervenieren – ohne Ankündigung und Erklärung ?
Zwischen 2011-14
Theater der Welt, Mühlheim a.d. Ruhr.
Ringvorlesung Universität, Hamburg.
Wachsfabrik, Köln
Tanzhaus NRW, Düsseldorf.
150% Festival, Hamburg.
Sommerakademie Rosa Luxenburg Stiftung.
Tanz, Raum, Urbanität
Symposium der Gesellschaft für Tanzforschung, Eden, Berlin.
In Anlehnung an die Lecture Performance entstanden zwei wissenschaftliche Veröffentlichungen.
erschienen in:
Performing Politics, Theater der Zeit 2012
Tanz Raum Urbanität, Tanzforschung 2015
darf man 2010 'in the rain' tanzen
Intervention im öffentlichen Raum von Bauchladen Monopol
Vier „Durchschnittsmenschen“ begeben sich in den urbanen Raum, um den Fragen nachzugehen, welches die bestimmenden Ordnungen des urbanen Raumes sind und welche Verhaltens – und Erscheinungsformen diese überschreiten. Was ist der urbane, öffentliche Raum? Welches sind seine bestimmenden Ordnungen und lassen sich diese unterlaufen? Was passiert, wenn vier Personen tanzend im urban Raum intervenieren – ohne Ankündigung und Erklärung ?
Tanzende Intervention an sogenannten öffentlichen Plätzen, Ämtern, Ubahn Haltestellen.
Hamburg, 2010
Wirklich Illusion?!
Zeitgenössischer Zirkus von Sophia Guttenhöfer
Immer wieder sind wir auf der Suche nach Antworten auf die Frage was Glück ist und wie wir es erlangen können.
Es wird geforscht und gestritten.
Die Darstellenden der Atemzug-Produktion "WIRKLICH Illusion?!" geben keine Definition von Glück. Stattdessen richten sie ihren Blick auf die Rolle der so genannten Glückshormone mit ihren Aufgaben, Funktionsweisen und den Projektionen, mit denen sie belegt werden.
Die Künstler*innen von Atemzug haben sich unter der Regie von Sophia Guttenhöfer zusammengetan, um im Stil des zeitgenössischen Zirkus eine Dramaturgie zu schaffen, in der die Artistik erzählerische Ausdrucksform ist und nicht nur reines Kunststück. Aspekte des zeitgenössischen Tanzes, sowie des Bewegungs- und Sprechtheaters erweitern das Spektrum der Ausdrucksformen.
Performer:innen: Almut Sarrazin, Daan Mackel, Florian Patschovsky,Marie-Joelle Wolf, Tim Behren, Thamar Hampe,
Regie: Sophia Guttenhöfer,
Regieassistenz: Daniel PatschovskyMusik: Chris MersmannBühne:
Markus Bitter
Kostüme: Sarah Haas
ZAK - Zirkus- und Artistikzentrum Köln; Arkadas Theater Köln; Zirkuszetrum Herne; 2009
Presse:
„Tanz und philosophisches Theater
(...)Die sechs Darsteller der Atemzugproduktion wollen sich unter der Regie von Sophia Guttenhöfer nicht in die Riege der Glücks-Definierer einreihen. Sie bebildern mit spielerischem Blick und einer Mischung aus Tanz, Artistik und Bewegungstheater die Wechselwirkung zwischen Hormonen und Stimmungen. (...) Das Konzept ist eng an die Stilrichtung des Noveau Cirque angelehnt. (...) Tanzchoreographien werden gezeigt aber auch auf Solokünstler abgestimmte Passagen. Mal wird die Szenerie durch mechanische Rhythmen und Bewegungsabfolgen bestimmt, mal ist das Geschehen durch eine organische und weiche Herangehensweise gestaltet.(...)“ Kölner Stadtanzeiger 2009
IMAGO
Von renn:Arte - Das Bewegungstheaterensemble Köln Choreographie Nele Beensen
Nominiert für den Kölner Tanztheaterpreis 2008
Sie sind faszinierend, Sie sind zum Fürchten. Sie haben eine unglaubliche Schaffenskraft und eine zerstörerische Macht. Sie bilden Staaten und führen Kriege, sind widerstandsfähig und anpassungsfähig. Menschen? Insekten ?
Die vielfältige Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Mensch und Insekt ist Ausgangspunkt der neuen Produktion des rennArte Bewegungstheaterensembles Köln.
Die Choreographin Nele Beensen entwickelt durch die Erkundung insektenartiger Bewegungsformen und die Arbeit mit veränderten Körpermaßen, Bewegungsansätzen und –ebenen, eine ganz eigene, bizarre und skurrile Tanzart und Ästhetik. So entpuppen sich Zwitterwesen zwischen Mensch und Insekt, welche dem Zuschauer einen Blick auf fremdartig vertraut wirkende Verhaltensmuster und Zustände ermöglichen.
Choreographie: Nele Beensen
Tänzerinnen: Denise Albert, Sophia Guttenhöfer, Helena Miko, Roze van Berkel
Musik: Erich Zeiler, Michael Braun
Presse:
"(…) absolut überzeugend ist ihre Bewegungsfantasie, und wunderbar suggestiv, zwischen Tierimitation und gängigen Melodiefetzen changiert die Live-Musik von Eric Zeiler und Michael Braun. Am schönsten gelingen die Szenen, wo Beensen unsere Vermenschlichungen des Tierreichs mit Walt-Disney-Charme ironisiert, etwa wenn eine Parade krauchender Käfer übereinander stolpert (...)"
Kölner Stadtanzeiger, 12.03.2008 (nis)
"(...)Bedrohlich nähern sich zwischen Mensch und Insekt changierende Zwitterwesen mit ruckartigen Bewegungen den Zuschauern, die befremdet zurückweichen. Dann vollführen diese Geschöpfe in wildem Wechsel zarteste Bewegungsfolgen, die dem klassischen Ballett entlehnt sind, und erzeugen beim Publikum Spannung.(...)Dabei übertragen sich enorme Energiefelder auf das Publikum."
Darmstädter Echo, September 2009
Die Geschichte des Herrn Sommer. Eine getanzte Erzählung
Von rennArte - Das Bewegungstheaterensemble Köln
„Die Geschichte von Herrn Sommer“ von Patrick Süskind erzählt aus den Kindheitserinnerungen eines Jungen in den Nachkriegsjahren. Anekdotenhaft komisch rekapituliert ein heute erwachsener Erzähler Episoden seiner Kindheit, welche immer wieder gekreuzt werden vom Weg des scheinbar pausenlos umherwandernden Herrn Sommer, dessen persönliche Geschichte jedoch im Verborgenen bleibt.
In „Die Geschichte von Herrn Sommer“ als getanzte Erzählung von Denise Albert begleitet das Publikum, sich frei im Aufführungsraum bewegend, den Jungen durch die Ereignisse. Die Kindheitserinnerungen des Jungen werden visualisiert, indem sie in Bewegung und Tanz transformiert werden. Gleichzeitig wird die Geschichte klassisch von einer Erzählerin vorgetragen.
Das Zusammenspiel aus Bewegung, Tanz, Sprache und publikumsintegrierendem Raumkonzept schafft ein vielschichtiges Tanztheaterszenario. Durch das Zuhören, das Beobachten und das Mitbewegen der Zuschaueenden wird eine sinnliche Wahrnehmungsebene geschaffen, welche diese aktiv in das Geschehen miteinbindet.
Choreographie: Denise Albert
Tanz: Nele Beensen, Susanne Beschorner, Sophia Guttenhöfer, Helena Miko, Dilek Taptik
Premiere: Köln, 2004
Wiederaufnahme: Deutzer Brücke, Köln 2006
Presse:
Eine Geschichte, die auf dem Dorf spielt, genau dort zu inszenieren, wo die Stadt besonders unwirtlich ist, dazu gehören Mut und Originalität. Das Bewegungstheaterensemble Köln präsentiert Patrick Süskinds Erzählung „Die Geschichte von Herrn Sommer“ in der Deutzer Brücke (Eingang linksrheinisch).
Das Publikum geht mit den fünf Akteurinnen durch den Betonmantel der Brücke, und während erzählt wird, tanzen vier Akteurinnen zauberhafte kleine Miniaturen, die Motive aus Süskinds Kindererzählungen pointiert darstellen.
Das wird schlicht, aber effektvoll zubereitet, mitunter stellen sich Assoziationen von Kinderbuchgraphiken ein. Klug nutzt man die Effekte von Echo und Weite in der Brücke; so dürfen die schwarz gekleideten Zwerge, in die sich die skurrile Gestalt des Herrn Sommer verwandelt hat, immer einmal wieder am Horizont auftauchen und uns eine Ahnung von Weite und Sehnsucht vermitteln." (TL)
Kölnische Rundschau, September 2006
Fritz, oder im licht sieht man meer fisch
bEx Bewegungstheater
Eine Geschichte vom Strand bis in die Meerestiefen. Geschichten, Bilder und Impressionen von Begegnungen am Strand, im Meer und unter Wasser verschmelzen. Die Zuschauenden werden vom Stramd in die Wellen gespült und von den Fischen in die Tiefen des Meeres begleitet. Dort stellen Taschenlampen die einzige Lichtquelle dar - manches wird sichtbar, anderes bleibt im Dunkeln...
Regie & Choreographie sophia guttenhöfer, Stephanie John, Rosa Malich
Premiere: Theaterhaus, Köln 2003;
Theater oder so....Festival, Karlsruhe, 2004; Circuszentrum, Soest 2004
"(...)Besucher ließen sich auf das sinnliche Abenteuer aus fließenden Bewegungen, artistischen Sprüngen, kompletter Stille oder sprachlicher Wortakrobatik ein (...) Starke Farben prägten die Stimmung in der kargern Kulisse, die sich allein durch Licht in immer neue Schauplätze verwandelte.(...) Fließende Übergänge zwischen den Szenen ließen dem Publikum kaum Zeit zum Atem holen. Selbst im Finstern gelang es den Akteuren, mit zwei Taschenlampen spannende Bilder und starke Emotionen zu erschaffen.
Soester Anzeiger - 11.10.2004