Aktuelles

Somatic Research Disko

Dienstags 20 Uhr
Bewegungsraum im Gängeviertel

Weitere Infos hier 

oder unter www.bewegungsraum-gaengeviertel.de

Bewegungslabor: Kampfkunst trifft Somatik

13. / 14.6. 2026

Bewegungslabor: Kampfkunst trifft Somatik

An der Schnittstelle Kampfkunst/Tanz/Somatik werden Themen wie Bewegungsspielraum, Präsenz und Kontaktaufnahme erforscht.
 

Kampfkunst Barcamp für FLINTA*

5.–7.6.2026 & 13.–15.11.2026

Ein Wochenende kämpfen, sich austauschen, voneinander lernen. Egal welcher Stil, egal welche Erfahrung. Für FLINTA* ab 18 Jahren.

Mit Übernachtung und Vollverpflegung auf Spendenbasis.

Im ABC  Bildungs- und Tagungszentrum nördlich von Hamburg.

*FLINTA: F: alle die sich als Frauen identifizieren L: Lesben I: Intersexuelle N: Nicht-Binäre Geschlechtsidentitäten T: Trans Personen A: Agender

LEBENLIFEHAYAT! / UA von Arad Dabiri

Regie: Carola Unser-Leichtweiß

Premiere: Samstag, 25.04.2026

Hessisches Landestheater Marburg

LEBENLIFEHAYAT! ist ein langes Gedicht, es ist ein längst überfälliger Aufschrei in einer Welt, die bereits brennt, in der aber auch der Funke der Hoffnung entzündet wurde, in der auch die Suche nach zukünftigen Erzählungen begonnen hat: dies ist ein neuer Anfang, ein Neubeginn, ein Re-Start.

©Jan Bosch

Über mich

Ich bin freischaffende Künstlerin im
Bereich Tanz, Choreographie, Performance und
ich bin Somatic Movement Educator.

In meiner künstlerischen und vermittelnden Arbeit
verbinde ich verschiedene Bewegungs- und Darstellungskünste mit
somatischer Körperarbeit,
queeren und feministischen Konzeptionen zu Körper, Geschlecht und Begehren, sowie
Themen der sozialen Gerechtigkeit.

Den Körper
erforsch ich im
Spannungsfeld von Materialität und kultureller Zuschreibung sowie das
Verhältnis von Körper und Raum im
Wechselspiel ihrer gegenseitigen Beeinflussung.

Ästhetisch
interessieren mich
Simplizität, Leichtigkeit und die Nähe zum Alltäglichen gepaart mit
Skurrilität in Bewegung, Sprache, Sound und Bild.

Für unmittelbares Körpererleben
Raum zu schaffen
ist mir ein besonderes Anliegen.
Darin liegt für mich
eine Quelle der
Auseinandersetzungs- und Reflektionsmöglichkeit über gesellschaftspolitische Fragestellungen.

“Somatic Research Disco”
ist das somatische Forschungslabor, das ich hierzu z.B. anbiete.

Meine Liebe gilt
dem Gestalten von Begegnungen, Bewegungen, Zeit-Räumen und Situationen,
in denen Menschen sich wohl fühlen und ihnen möglichst
sinnliche, nachdenkliche, lustvolle, streitbare, und ästhetische Zeit geschenkt wird.

Theateruntypische Räume
bespiele ich am liebsten, so z.B.
Treppenhäuser, Brückenköpfe, leere Hallen, Wohnzimmer, Einkaufszentren, Ämter, Keller, Straßen, Busse, Bars.

Als Teil des Performance Kollektives Bauchladen Monopol
forsche ich über die
Zugänglichkeit von Räumen und die
geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze, die
Räume bestimmen und den daraus sich ergebenden
Möglichkeiten und Begrenzungen von Bewegung.

Zu dem Phänomen des Jammerns
forschen wir als Bauchladen Monopol ebenfalls und
touren mit einem Jammermobil durch Öffentlichkeiten, in denen wir Menschen einladen für sie oder
mit ihnen gemeinsam zum Thema ihrer Wahl zu jammern.
Wir sind überzeugt, um das Leid Anderer anerkennen zu können, braucht es Raum, dem eigenen Jammer Ausdruck zu verleihen.
Jammern verbindet und Jammern verändert: Sie, Andere und gesellschaftliche Zustände.

Als Les Mères de Misère oder Jubilator*innen treten wir ebenfalls auf, machen
geselllschaftpolitische Themen performativ zugänglich.
Wir ergründen die Voraussetzungen für Tränen und das Weinen.

Als Teil des Organisations und Kurationsteams
für den Bewegungsraum im Gängeviertel, einem
selbstverwalteten Raum für
Bewegung, Tanz, Choreographie und Somatik
in Hamburg, liegt uns die
kollektive Selbstorganisation, Zugänglichkeit und experimentelle Gestaltung von Räumen
besonders am Herzen.

Auf der Suche nach neuen Wegen, künstlerisch zusammen zu arbeiten,
war ich Mitinitiatorin von Treffen Total 2016/2018 K3 Tanzplan Hamburg-
einer internationalen Kollaboration von Künstler*innen.

Menschen ganzheitlich zu verstehen,
bedeutet für mich, dass sie mit ihrem ganzen Körper denken und spüren, erinnern und verarbeiten,
und dass sie mit der Welt verbunden sind. Dadurch tragen sie ein
Wissen in sich, das über die einzelne Person hinaus reicht. Das bedeutet,
Körperwissen als Teil von kollektiver Wissensproduktion zu verstehen.
Dieses Verständnis liegt meiner Arbeit in der                                                                                                                          Bewegungsvermittlung zugrunde.

So auch meiner Aufgabe 
als Projektkoordinatorin eines politischen Bildungsprogramms an der
Schnittstelle von Bewegung und Film:
Shift It – Bewegung.Medien.Kunst.
im ABC Bildungs- und Tagungszentrum.
In diesem Haus habe ich mich darüber hinaus der
Entwicklung digitaler Bildungskonzepte für die politischen Bildung gewidmet.

In immer neuen Kollaborationen mit Kunstschaffenden, Institutionen und selbstverwalteten Orten führt mich meine Arbeit in verschiedene Städte und Länder, Theater, Straßen, Fußgängerzonen, Schulen, Universitäten, Seminarhäuser, Kulturstätten, Wohnungen, Kneipen, Festivals, und Artist in Residenzen.

Kooperationen als Tänzerin (u.a. Bewegungstheaterensemble Köln, Gregor Weber, Guy Marsan, rennArte, Regina Rossi, Jochen Ullrich, Workforceproduction), als Choreographin (u.a. BeX, Atemzug, Carola Unser Leichtweiß, Landestheater Marburg, Landesbühne Nord, Nicole Amsbeck, Kampnagel, Sisu, Theater Transit, Workforceproduction), und Kunst- und Bewegungsvermittlerin (u.a. ABC- Bildungs- und Tagungszentrum, Frauen Kung Fu Schule Köln, FSJ Kultur, All:Inklusiv, Kreaturenkollektiv, Kulturagent:innen, Theaterpädagogik Universität Osnabrück, Theater Transit, TuSch Hamburg,).

Gelernt habe ich Schreinerin, studierte Tanz und Bewegungstheater an der DSHS Köln, den Master of Arts in Performance Studies in Hamburg und schloss eine Ausbildung zu Somatic Movement Educator an der Somatischen Akademie Berlin ab.

Vita

Ihre tänzerische Arbeit auf der Bühne begann in dem Tanztheater ein Stück Fisch von Stephanie John, (ausgezeichnet mit dem Preis für Inszenierung und Bewegungskunst der DSHS Köln), Köln 2001. Es folgte das Tanztheater Camille Claudelle, von Fabrice Jucquoi Köln 2001/02; mit dem Bewegunsgtheaterensemble Köln von Susanne Beschorner das Seiltanzstück Angels, Köln, London, Dortmund 2003/04; und als Teil des Bewegungstheaterensembles rennArte u.a. die Tanztheaterstücke Die Geschichte des Herrn Sommer von Denise Albert, Köln, Mönchengladbach 2004/06 ; Imago von Nele Beensen, Köln, Darmstadt, Eupen 2008/09 (nominiert für den Kölner Theaterpreis 2008).

Erste choreographische Arbeiten waren ihr Examensstück an der DSHS Köln dunkel wars das licht schien helle Köln, Neuß 2002; das Tanztheaterstück Fritz oder im licht sieht man meer fisch Köln, Soest 2004; das Neuer Zirkus Stück Wirklich Illusion Köln, Herden 2009.

Während ihres Studiums der Performance Studies in Hamburg wurde sie 2010 Teil des Performancekollektivs Bauchladen Monopol. Sie entwickelten und performten vor allem in theateruntypische Räumen (Keller, Ämter, Universitäten, öffentliche Plätze, Kneipen) und suchten nach den sichtbaren und unsichtbaren Regeln, die Bewegung im urbanen Raum beeinflussen (z.B. darf man 2010 in the rain tanzen, Hamburg, Berlin, Köln, Düsseldorf 2010-13; gisels index oder plakat taten, Hamburg, Köln 2013). Reflektieren konnten sie ihre Künstlerische Forschung in den beiden Artikeln:.....In den letzten Jahren wendeten sie sich dem Phänomen des Jammerns zu (z.B. Ohjemine, Herrjemine, Hamburg 2017-19; Jammermobil - eine Homage ans Jammern, Deutschlandtour 2021-24) traten als Jubilator*innen und Heulsusen auf (z.B. W3 40jähriges Jubiläum 2019, Artvillefestival Hamburg 2022 und begannen die Körperlichkeit des Weinens zu erkunden (Artist in Residency, Cinema Mele, Pizzo, Italien 2024).

 

 

 

 

 

In ihren Soloarbeiten beschäftigte sie sich mit dem Körper im Spannungsfeld von Materialität und kultureller Zuschreibung. (z.B. one armed scissors Hamburg, Köln, Berlin, Budapest 2012/13; Ver:rückte Körper, Haukijärvi, Finnland, DanceKiosk, Hamburg 2014;) und wie sich die Biographie in die eigene Gestik einschreibt (z.B. Hands, Berlin 2023)

Weitere Arbeiten als Tänzerin waren z.b. 24/7 von Nicole Amsbeck 2014 Kampnagel Hamburg; Arbeit, arbeit, arbeiten von Workforceproduction, TheaterTransit Darmstadt; No Work No Play von Guy Marsan, Innenstadt Köln, 2016, Gewinner des Kunstsalon Choreografie Preises; Heim@Home von Guy Marsan, Feuerwache Köln 2017, Two Lips von Regina Rossi, Kampnagel Hamburg, 2019; The Post Queer Dilemma von Guy Marsan, Kampnagel Hamburg, 2023.

Als Choreographin arbeitete sie in den letzten Jahren u.a. zusammen mit Annika Sch(w)arm Morder Of Crows, 2016 / Copy Cats 2019, Kampnagel Hamburg; Christina Heitfeld Antigone – oder sollen wir es lassen, Thalia Hamburg 2019; mit Carola Unser-Leichtweiß Ab jetzt zusammen 2020; Hair 2021; 800 Ein Theaterstück 2022; Momo 2022; Ein Sportstück 2023); Der Lebkuchenmann 2024; Jedermann 2025, Hessisches Landestheater Marburg.

Eigene Produktionen der letzten Jahre als Choreographin waren z.B. die Performances für junges Publikum Mein Platz, Dein Platz 2018; Move It 2023, Hessisches Landes Theater Marburg und die Tanzperformance Cruising Times. Ein Streifzug durch Begehren Bars und Barrikaden, Hessisches Landes Theater Marburg 2025.

Als Bewegungsvermittlerin entwickelt sie seid 2006 Tanztheaterstücke und Performances auf Bühnen und im Statdraum für Schulen, Bildungsinstitutionen, Theater, Festivals mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen und gibt Workshops in Performance, Tanz und Theater. Nach einer Ausbildung als Somatik Movement Educator an der Somatischen Akamdiemie Berlin auch in diesem Feld.  Mehr dazu unter Bewegungsvermittlung und Somatik.